Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

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Peregrin
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#11

Beitrag von Peregrin » So 29. Okt 2017, 23:16

Nach einem Erlebnis eben gerade bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Wenn ohne Kühlschrank, dann auf keinen Fall ohne etwas aufzuheben! Immer alles aufessen!

Ich hatte gestern Abend Rosenkohl gekocht. Nur Gewürze, Mandeln und etwas Hafersahne drangemacht. (Ist ja eigentlich nichts bei, was schnell "kippen" kann, vor allem, da ich auch immer sehr schwarf würze, was ja auch schon antiseptisches Potential hat.) Habe den auf dem Herd stehen lassen, da der Topf nicht in meinen Kühlschrank passte.

Heute Abend den Deckel abgehoben und würgend zurückgetaumelt. Mit angehaltenem Atem das Zeug in den Mülleimer gekratzt. Das hat Fääääääääääden gezogen! Lieber Himmel, wir haben gemäßigte Temperaturen draußen und ich habe die Heizung nicht an! Wie kann das über Nacht in ein paar Stunden zu Biohazard mutieren? :würg:

Bin im Dunkeln und würgend zu den Mülltonnen draußen gewankt, habe mein Fenster in der Wohnung aufgerissen und werde jetzt Räuchern. Lieber Himmel, hat das gestunken!

Ich hoffe, der Rosenkohlmutant kriecht zu Samhain nicht aus der Mülltonne und über den Hof zurück ins Haus... :schleich:
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Schneewoelfin
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#12

Beitrag von Schneewoelfin » So 29. Okt 2017, 23:45

Hi Peregrin,
Peregrin hat geschrieben:
So 29. Okt 2017, 23:16
Nach einem Erlebnis eben gerade bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Wenn ohne Kühlschrank, dann auf keinen Fall ohne etwas aufzuheben! Immer alles aufessen!

Ich hatte gestern Abend Rosenkohl gekocht. Nur Gewürze, Mandeln und etwas Hafersahne drangemacht. (Ist ja eigentlich nichts bei, was schnell "kippen" kann, vor allem, da ich auch immer sehr schwarf würze, was ja auch schon antiseptisches Potential hat.) Habe den auf dem Herd stehen lassen, da der Topf nicht in meinen Kühlschrank passte.

Heute Abend den Deckel abgehoben und würgend zurückgetaumelt. Mit angehaltenem Atem das Zeug in den Mülleimer gekratzt. Das hat Fääääääääääden gezogen! Lieber Himmel, wir haben gemäßigte Temperaturen draußen und ich habe die Heizung nicht an! Wie kann das über Nacht in ein paar Stunden zu Biohazard mutieren? :würg:

Bin im Dunkeln und würgend zu den Mülltonnen draußen gewankt, habe mein Fenster in der Wohnung aufgerissen und werde jetzt Räuchern. Lieber Himmel, hat das gestunken!
nachdem ich ein paar ähnliche Erfahrungen gemacht haben :umfall: habe ich mal dazu recherchiert und lasse das Essen bei leicht geöffnetem Deckel auf einer kühlen Unterlage abkühlen - Wärme + Feuchtigkeit = prima Nährboden ;)
aktuell stelle ich Reste in den benachbarten Keller (wohne Souterrain) und das klappt bis jetzt gut
Peregrin hat geschrieben:
So 29. Okt 2017, 23:16
Ich hoffe, der Rosenkohlmutant kriecht zu Samhain nicht aus der Mülltonne und über den Hof zurück ins Haus... :schleich:
Bild :rofl: :rofl: :rofl:

LG Schnee
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#13

Beitrag von Quae » Mo 30. Okt 2017, 00:01

Ich habe es auch eine Zeit lang probiert, ohne Kühlschrank zu leben - oder ihn nur als dunklen, gedämmten Vorratsschrank zu nutzen. Das geht bei den meisten Dingen ganz gut. Tiefkühlware kann ich eh nicht lagern, er kriegt maximal matschiges Eis hin. Grillsoßen, Senf, Ketchup aus dem Supermarkt sind so voll mit Koservierungsstoffen, dass sie einfach nicht schlecht werden (stehen jetzt seit etwa einem Jahr draußen). Was ich aber im (angeschalteten) Kühlschrank lagere sind Molkereiprodukte, Fleisch/Fisch sowieso und eben angebrochene Pestogläser oder Speisen für mehrere Tage. Eier halten sich ausserhalb etwa 1 Monat, im Kühlschrank sogar locker 2-3 Monate. Da sollte man einfach vorher gucken, ob sie noch gut sind, wenn man sich unsicher ist. Bei Obst und Gemüse häbgt es eben davon ab, wie schnell man es verbrauchen will. Da gehe ich nach der RGT-Regel aus dem Chemieunterricht (ReaktionsGeschwindigkeit-Temperatur-Regel, besagt: Eine Verringerung der Temperatur um 10 Grad senkt die Reaktionsgeschwindigkeit um 50 - 66%, also z.B. das lappig-werden oder verfaulen von Gurken oder so.)

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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#14

Beitrag von Schneewoelfin » Mi 6. Dez 2017, 22:35

*update* bis jetzt komme ich gut klar, habe eine verschließbare Plastikkiste in den Keller gestellt, in der ich Lebensmittel, die kleine Tierchen anlocken könnten, lagere, irgenwie gehe ich auch achtsamer mit meinen Einkäufen um:
"früher" dachte ich, wenn ich mir etwas gekauft hatte und dann doch keine Lust hatte, es zu verkochen:"Naja, hält sich ja!" - was dann wiederum zur Folge hatte, dass ich das manchmal vergass und es dann anfing zu leben :oh-no2: das ist mir bis jetzt nicht mehr passiert und auch wenn die Plastikkiste wesentlich kleiner, als mein kaputter Kühlschrank ist, ist sie dennoch viel leerer :thumbup:

Dann muss ich mich mal als Ketchup und Grillsaucenfan outen :green: was zur Folge hatte, dass ich heute einige kleine Gläser "Mexicana" Ketchup eingemacht habe und sowohl als kleine Weihnachtsgeschenk, als auch für den Eigenbedarf Curry, Kinder, "Caprese" und BBQ Ketchup noch dazu machen will :girlie-nick:
Ketchup hält sich zwar im Kühlschrank seeeehr lange, aber im Keller reicht´s dann doch nicht und so habe ich selbstgemachte kleinere Portionen da :thumbup:

bis jetzt bin ich mit dem Experimentverlauf zufrieden, mal sehen, wie es wird, wenn es wieder wärmer wird ,,,,

LG Schnee
Zuletzt geändert von Schneewoelfin am Di 12. Dez 2017, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#15

Beitrag von kloane-hex » Fr 8. Dez 2017, 07:48

Wenn ich mich nicht täusche gibt es beim Waschbär Versand eine Butterdose aus Ton, die man nasst macht. Durch die Verdunstungskälte wird die Butter auch im Sommer kühl gehalten (und streichzart). Nach so einem ähnlichen Prinzip kann man sich einen Kühlschrank bauen. Wenn ich die Anleitung finde, dann stelle ich sie hier rein.
„Ringel, Ringel, Reihe,
wir sind der Kinder dreie,
wir sitzen unter’m Hollerbusch
und machen alle husch, husch, husch.“


https://untermhollerbusch.wordpress.com/

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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#16

Beitrag von Asayah » Fr 8. Dez 2017, 18:57

Ich habe eine französiche Butterdose. Mit Wasserabschluß. Die besteht aus zwei Teilen. In den engeren Behälter wird die Butter getan. In den größeren wird Wasser gegossen. Dann stellt man den Butterteil über Kopf in den Wasserbehälter. Luftabschluß und immer streichbar.
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#17

Beitrag von Miarella » Mo 11. Dez 2017, 23:51

Hey!

Ich hab mal 2 Jahre Kühlschranklos gelebt. Brauch ich nicht mehr.
War kein Experiment, sondern eine zu kleine Wohnung und kein Geld.
Winter war ok - hab einfach alles am Fensterbrett gelagert. Manchmal gabs halt dann kein Frühstück weil alles gefroren war...
Sommer ging so. Ich war Single und hab eigentlich kaum gekocht. Gegessen hab ich irgendwas im vorbei gehen - das stellte sich im Endeffekt aber schon als kostspielig heraus!

Jetzt mit Mann und Kind: never ever!
Keine Zeit um ständig einkaufen zu gehen, unvorhersehbare Bedürfnisse (Mama ich hätt gern ein Joghurt - gut wir müssen aber erst einkaufen gehn...), Basis Lebensmittel wie Milch, Sahne, Gemüse... das gekühlt werden muss....

Bin gespannt wie das bei dir weiter geht!
LG, Miarella
Am Ende eines Tages sollen deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.

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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#18

Beitrag von Schneewoelfin » Di 12. Dez 2017, 15:01

aktuell überlege ich, ob es für die wärmere Jahreszeit ein kleiner Kühlschrank tut - weniger Strom, durch geringeres Fassungsvermögen laufe ich dann nicht wieder Gefahr, dass ich etwas vergesse, was dann ein Eigenleben entwickelt :flucht:
am liebsten so ein kleiner, in Grösse einer Minibar :thumbup:
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Re: Mit "ohne Kühlschrank" leben ....?

#19

Beitrag von Hekate » Di 12. Dez 2017, 16:06

Schneewoelfin hat geschrieben:
Di 12. Dez 2017, 15:01
am liebsten so ein kleiner, in Grösse einer Minibar
Sieh mal unter Camping-Bedarf.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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