Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

Napgyermek
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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#21

Beitrag von Napgyermek » So 2. Jul 2017, 19:46

Guten Abend in die liebe Runde! :D

Endlich lässt mich der Schichtplan auch mal wieder etwas durchatmen... So ist das halt bei mir; manchmal schaffe ich es stundenlang Online, manchmal tagelang nicht. In jedem Falle habe ich Euch noch nicht vergessen, aber bereits ein schlechtes Gewissen.

Ich erspare, denke ich, Euch allen einen langen Roman. Oder zumindest hoffe ich das an dieser Stelle noch ;)
Es sind viele Gedanken zusammengekommen und ich erachte jeden auf seine Weise als inspirierend - und selbstverständlich auch als "richtig".

Ich denke, jedem ist klar, dass bei eklektischen Linien im Allgemeinen eine Seite mehrheitlich dominiert; in diesem Falle entweder das Christentum oder das traditionelle BTW. Beide Linien weisen klare Unterschiede auf und pflegen, stark und allgemein vereinfacht, eine relativ hart geführte Linie.
Ich persönlich habe nicht den Anspruch, beides zusammenzuführen. Aber als Eklektische anerkenne ich auch Linien abseits des BTW, daher ist mein Rahmen wohl sehr offen... Im Laufe meiner persönlichen Entwicklung hat sich bei mir vieles aus der "Praxis" meiner Ahnen entwickelt - die nunmal christlich geprägt waren. Entsprechend wurden einige Elemente in ihrer Funktion übernommen, aber angepasst und abgeändert. Nichtsdestotrotz sehe ich mich noch immer als Wicce, da sich meine ganze Glaubensexistenz und mein entsprechendes Handeln auf den wiccanischen Grundsätzen stützt.

Ich selbst kann gut mit mir leben.
Um ehrlich zu sein: Mir ist es einfach ein Trost zumindest für diese scheinbar doch sehr exotische Praxis zumindest nicht mit Bannrunen beworfen zu werden. :D Das begann ich nämlich aufgrund einiger Dialoge (nicht hier) doch langsam zu fürchten.

Zu der Sache mit dem Christian Wicca: Ich habe mich darüber mit meinem Bruder unterhalten. Und der meinte, auch da sei der Spielraum, wenn er denn vorhanden sei, relativ gross. Er selbst beruft sich auf positive Bibelzitate, die das Gegenteil so mancher Gräueltat predigen. Den Aspekt der Vergebung arbeitet er in der Praxis in Fürbitten im Sinne der ganzen Menschheit ein, die, zugegeben, schon so manche Sch***** fabriziert hat und noch immer fabriziert. Aber auch er ist der Meinung: Ein Teil dominiert. Und wer sich auf Wicca einlässt, bei dem sei die Tendenz ja generell schon offensichtlich, da die Bibel Magie in jeglicher Form strikt ablehnt.
Ich fand seine Ausführungen zumindest spannend.

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abendhirsch
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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#22

Beitrag von abendhirsch » So 2. Jul 2017, 23:01

Napgyermek hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 19:46
aus der "Praxis" meiner Ahnen entwickelt
Naja, ich beziehe mich da direkt auf meinen Vater bzw. auf seine Reaktion auf die Aufforderung, er solle doch mal mit in die Kirche gehen:
Er machte eine Armbewegung zum Stall hin und sagte: "Do is min Kirke."
Nun, ich habe keinen Stall, aber einen Garten und (noch wichtiger für mich!) gehe zwei Minuten zum Wald ...
LG & BB
abendhirsch
)O( Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Wissenschaftler uns erklären können.

Napgyermek
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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#23

Beitrag von Napgyermek » So 2. Jul 2017, 23:07

ArionCGN hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 20:46
Was sind denn die "wiccanischen Grundsätze" Deiner Meinung nach?
Die ersten Basics, die ich gelehrt bekommen habe:

Die Natur als höchstes und heiligstes Gut,
das duale, göttliche System,
das Gesetz der Resonanz,
die Wiccan Rede,
die 13 Ziele
und die acht Jahresfeste.

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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#24

Beitrag von Napgyermek » So 2. Jul 2017, 23:07

abendhirsch hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 23:01
Nun, ich habe keinen Stall, aber einen Garten und (noch wichtiger für mich!) gehe zwei Minuten zum Wald ...
Meiner Meinung nach die beste Kirche überhaupt. :D

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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#25

Beitrag von atemkristall » Mo 3. Jul 2017, 08:23

Knufflon hat geschrieben:
Mo 26. Jun 2017, 11:52
Ach ja, unter meinen drei "Haus- und Hofgöttern" ist auch Maria. Selbstredend nicht als Muttergottes, sondern als alte Heilerin, Trösterin und eine der wenigen Göttinnenaspekte, die direkt einen liebevollen Bezug zu den Menschen hat.
Ist zwar ein wenig "offtopic", aber: Warum denn "selbstredend nicht als Muttergottes"? Ist der Gedanke eines geborenen Gottes und einer göttlichen Frau, die ihn gebirt, nicht universell genug, um auch im Neuheidentum noch weiterzuwirken? Gerade erst seitdem ich mehr und mehr auf dem Weg bin, kommt mir dieser Aspekt der Göttin und Marias nahe. Vorher, zentrierter in der Kirche, war mir das realtiv fremd udn egal. Das ist für mich einer der befreienden Aspekte des Weges: Den Menschen stehen die Götter nicht als absolut andere gegenüber. Es gibt genug Bereiche der Überschneidung, an denen wir Anteil nehmen können.
Beste Grüße vom
atemkristall

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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#26

Beitrag von Knufflon » Mo 3. Jul 2017, 09:30

Mit selbstredend meinte ich, dass Maria für mich nicht die Mutter des Erlösers der Menschheit ist. Dieses Konzept lehne ich ab beziehungsweise klickt es bei mir nicht.
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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#27

Beitrag von atemkristall » Mo 3. Jul 2017, 09:59

Das verstehe ich und kann es gut nachvollziehen, weil das Christentum diesen Ausschliesslichkeitsanspruch hat, oder? Nur ER ist der Erlöser und niemand sonst. Wie ein Nadelöhr. Das finde ich ebenfalls problematisch und verengend. Doch dass ein menschlicher Gott oder auch Göttin Menschen von Elend, Leid und Not erlösen kann, ist für mich doch eine schöne Idee. Hat nicht Hekate die Schlüssel und führt Hermes nicht die Seelen? Ist nicht ein Geheimnis der Mysterien, dass der Tod keine Macht hat und gebrochen werden kann, wir neu geboren werden? Ich finde, dann kann man auch Maria als Mutter des Erlösers betrachten. Ist das nicht auch ein schöner, bewahrenswerter Aspekt der Götter, das so etwas denkbar ist: eine Mutter, die den Eröser gebirt? Im Grunde ist das doch ein sehr mythischer, mythologischer Gedanke. Ich kann an dem Bild zunächst mal nichts Falsches sehen, was ich schon wieder ablehnen und ablegen müsste, wie es mir die Kirchen so oft gepredigt haben. Eher will ich mich mit meiner christlichen Seite versöhnen als schon wieder etwas verbannen. Das hat natürlich nur mit mir zu tun.

Aber sorry, das geht jetzt schon wieder in Richtung "Grundsätzliches zum christlichen Glauben". Jedoch kann ich mir prima vorstellen, dass Maria in all dem, was die meisten von uns und unsere Vorfahren von ihr geglaubt haben, ein Aspekt der Göttinnenspriritulität bleiben kann: einfache Frau, Himmelskönigin, Gottesmutter, Jungfrau, Frau auf der Mondsichel mit der Sonne bekleidet, Meeresstern, Fehlerloser Spiegel etc. So kann ich auch in Ritualen mit Aspekten von ihr arbeiten. Selbst als Miterlöserin wurde sie in der katholischen Kirche zumindest diskutiert... Ob das natürlich in Wicca geht, müsst Ihr Scire selig fragen...
Beste Grüße vom
atemkristall

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Chandramukhi
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Re: Ist vermengtes Wicca überhaupt noch Wicca?

#28

Beitrag von Chandramukhi » Mo 11. Sep 2017, 18:26

Ich habe letztens den schönen Spruch gelesen :
Nicht jede Hexe ist eine Wicca, aber jede Wicca ist eine Hexe".
Ich finde es genauso schön seinen individuellen Weg zu gehen.
Die Götter an die ich glaube, mich mit beschäftige entstammen unterschiedlichen Religionen.
Na und? Am Ende verehrt man die Göttin und den Gott in mannigfaltiger Gestalt.
Nicht anders als es Wicca tun.
Ich bin keine Wicca auch wenn ich diese schätze, ich denke zum Wiccasein gehört ein Coven.
Ein Personenkreis mit dem man Magie zusammen erfährt.
Eine Initiation erfahren hat ,die einen zu der Gruppe zugehörig gemacht hat.
Ich denke nicht das jeder behaupten kann Wicca zu sein,dazu gehört ein wenig mehr als sich für Magie und Natur zu interessieren.

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