Wo nur beginnen..?

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Peregrin
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Re: Wo nur beginnen..?

#41

Beitrag von Peregrin » Sa 12. Aug 2017, 22:27

Luce hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 21:21
"Eine spirituelle Praxis, die sich nicht in den Alltag einbauen lässt, WÜRDE ICH aufgeben
Ich wäre vollkommen bei dir, wenn der Satz an dieser Stelle geendet hätte. Tat er aber nicht. Er ging weiter mit einer Wertung und einer Unterstellung.
Der Satz ging weiter mit ..." da sie nichts taugt".
Das war und ist meine Ansicht, die ich für ganz politisch Korrekte vielleicht noch mit einem "meines Erachtens" hätte kennzeichnen müssen, damit das auch absolut deutlich wird, für diejenigen, für die der erste Teil des Satzes das nicht ausreichend genug kennzeichnet, okay.

Aber in dem Folgesatz: "Beziehungsweise überlegen, wie wichtig einem diese "Spiritualität" ist." eine Unterstellung zu sehen, ist tatsächlich eine Unterstellung, und zwar das ich damit etwas anderes gemeint habe, als ich geschrieben habe. Ich meinte es genau so, wie ich es gesagt habe und habe Solomon damit nichts unterstellt.

Spiritualität ist für mich Getriebenheit, ein Drang dem man sich nicht entziehen kann, selbst wenn man möchte. Es ist Lebensinhalt und Lebensziel. Wenn man das nicht in seine Lebensführung integrieren kann wie sie ist, weil man z.B. keine Zeit für irgendwelche wichtig erscheinenden Praktiken hat, dann schafft man die sich, in dem man anderswo Abstriche macht. (Muss ich hier wieder deutlich machen, dass das meine Meinung ist?)
abendhirsch hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 21:35
Wir sind hier nicht "in irgendeinem Internetforum", in dem man sich über Hobbys austauscht.
Eben weil ich Spiritualität nicht als Hobby sehe vertrete ich die Ansicht, die ich nun einmal vertrete.

abendhirsch hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 21:35
Meines Erachtens kommen hier viele Leute vorbei, die nicht nur Gleichgesinnte suchen, sondern oft auch für sich grundsätzliche Orientierungshilfen erhoffen. Da wäre ich schon etwas vorsichtiger mit den Formulierungen.
Und warum muss man so vorsichtig sein? Was passiert denn schlimmstenfalls? Was wäre daran so schlimm, sollte Solomon zu dem Schluss kommen, dass er seine jetzige Lebensführung nicht ändern kann oder möchte und ihm darum keine Zeit bleibt, sich spirituell und magisch zu betätigen?

Solomon
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Re: Wo nur beginnen..?

#42

Beitrag von Solomon » So 13. Aug 2017, 06:56

Nun danke ich euch, Peregrin, Luce und Abendhirsch für diese sehr kontrovers geführte Diskussion.
Ohne dass es vielleicht aufgefallen sein mag habt ihr mir tatsächlich eine Richtung gewiesen, oder viel mehr konnte ich einen Weg für mich identifieren.

Denn so unterschiedlich wie eure Ansichten ist doch auch die Magie, so vielschichtig wir eure Argumente die Spiritualität. Ich glaube ihr geht mit mir konform wenn ich sage das von euch niemand behaupten würde euer Konterpart wäre nich spirituell, oder irre ich da?

Ich sehe das persönlich, nicht zu letzt durch eure Diskussion, so: Magie ist omnipräsent.
Ist man sich dessen bewusst: kann jede Handlung eine spirituelle sein?
Ist nicht die Magie die Triebfeder des ganzen Gespinst des Seins?
Eine Triebfeder muss auch Initial einmal angestoßen werden um einmal in Bewegung zu geraten. Und welche Form diese Bewegung annimmt obliegt ganz demjenigen den sie antreibt.

Um das genannte Beispiel der Meditation aufzugreifen:
Wie viele Formen fallen euch ad hoc an? Ohne darüber nachzudenken fällt mir ein gutes halbes Dutzend ein und das ist nur ein Bruchteil. Bei weitem nicht jede muss erlernt werden weil sie jedem innewohnt. Mache geraten beim Dauerlauf in einem meditativen, gar tranceähnlichem Zustand. Mache schauen aufs Meer oder in die Flamme einer Kerze. Andere können sich ganz in sich selbst versenken oder lassen sich in bzw durch eine Meditation führen.

Ich danke euch allen für diese Denkanstöße und Inspirationen. Ich weiß eure Ambitionen und den Feuereifer (Gerade zu letzt ;) )mit diese Diskussion betrieben wurde, oder eventuell noch wird, zur Gänze zu schätzen!
Mit ungetrübten Blick die Wahrheit sehen

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Re: Wo nur beginnen..?

#43

Beitrag von abendhirsch » So 13. Aug 2017, 07:43

Hei,
Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Denn so unterschiedlich wie eure Ansichten ist doch auch die Magie, so vielschichtig wir eure Argumente die Spiritualität. Ich glaube ihr geht mit mir konform wenn ich sage das von euch niemand behaupten würde euer Konterpart wäre nich spirituell, oder irre ich da?
Ich denke, du irrst da nicht. Auch die härtesten Argumente, die man sich um die Ohren haut, sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass der scheinbar unstillbare Drang zur Spiritualität eine latent gemeinsame Basis ist und bleibt.
Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Magie ist omnipräsent.
Ist man sich dessen bewusst: kann jede Handlung eine spirituelle sein?
Absolut! Wunderbar auf den Punkt gebracht!
Danke für diese Formulierung!

LG & BB
abendhirsch
)O( Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Wissenschaftler uns erklären können.

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Re: Wo nur beginnen..?

#44

Beitrag von Peregrin » So 13. Aug 2017, 11:43

Schalom Solomon,
Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Ist man sich dessen bewusst: kann jede Handlung eine spirituelle sein?

Ein Vertreter des Zen würde sagen, sie kann nicht nur, sie sollte sogar. :green:
Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Ist nicht die Magie die Triebfeder des ganzen Gespinst des Seins?

Das kommt sicher darauf an, wie du "Magie" definierst. Normalerweise wird da glaube ich hier eher drunter verstanden, mit einer bewussten Absicht ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, aber im weiteren Sinne passt deine Definition sicher auch.
Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Eine Triebfeder muss auch Initial einmal angestoßen werden um einmal in Bewegung zu geraten. Und welche Form diese Bewegung annimmt obliegt ganz demjenigen den sie antreibt.

Meine Auffassung nach ist dieser Trieb in jedem Wesen vorhanden. Nur wirklich interessant wird es erst, wenn man sich dieses Triebes bewusst wird und sich absichtlich in die selbe Richtung bewegt, in die der einen bringen will.
(Und diese Richtung muss nicht die selbe sein, die sich so mancher, der sich der Magie zuwendet, wünscht.)

Solomon hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 06:56
Wie viele Formen fallen euch ad hoc an? Ohne darüber nachzudenken fällt mir ein gutes halbes Dutzend ein und das ist nur ein Bruchteil. Bei weitem nicht jede muss erlernt werden weil sie jedem innewohnt. Mache geraten beim Dauerlauf in einem meditativen, gar tranceähnlichem Zustand. Mache schauen aufs Meer oder in die Flamme einer Kerze. Andere können sich ganz in sich selbst versenken oder lassen sich in bzw durch eine Meditation führen.

Es gibt meines Erachtens so viele Techniken, die sich "Meditation" nennen oder in den selben Topf damit geschmissen wird, dass es mehr Arbeit macht, etwas zu verlernen - oder Erwartungshaltungen abzulegen - als die Meditationstechnik an sich zu erlernen.

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Re: Wo nur beginnen..?

#45

Beitrag von Kräuterfee » So 13. Aug 2017, 16:26

Auch wenn ich neu bin, darf ich was sagen? Ich bin ebenfalls im Alltag sehr eingebunden mit Kindern, Haus, Garten, Selbstständigkeit....ich finde nicht jeden Tag Zeit zur "richtigen" Meditation oder für Räucherungen zB...

Jedoch kann man (oder nur ich) zB auch auf den Waldspaziergängen mit dem Hund, bei der Gartenarbeit (für mich auch eine Form der Magie), beim Ausritt mit dem Pferd Mediation erfahren....schwer zu beschreiben aber Meditation ist für mich alles was meinen Geist und Körper zur Ruhe kommen lässt auch wenn ich dabei körperlich aktiv bin zB beim Reiten....man kann den Geist schweifen lassen oder sich nur zB auf das Gefühl der Erde zwischen deinen Fingern, der Atmung des Pferdes, den Geruch des Waldes etc. konzentrieren....

Natürlich genieße ich auch die Meditationen zu Hause mit und während einer Räucherung aber ich finde sie auch woanders...

Hoffe ihr versteht was ich ausdrücken möchte
LG, die Kräuterfee

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Re: Wo nur beginnen..?

#46

Beitrag von Hekate » So 13. Aug 2017, 17:10

Solomon hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 08:03
In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich spirituell etwas der Steuerlosigkeit hingegeben bzw hingeben müssen. Es stellt sich mir augenblicklich als unheimlich schwierig dar, an mich selbst und damit an meiner Spiritualität heran zu kommen. Die alltäglichen Probleme und Lasten welche mich im Privat- und vor allem Berufsleben heimsuchen verschleiern die meisten profanen und all meine magischen Ambitionen in einem Gewirk der Tristesse.

Doch genug geklagt!

Der Wille bestimmt den Weg und nicht der Weg den Wilen, nicht wahr? Geht ihr dort mit mir konform?
Hallo Solomon.

Nein nicht ganz.

Du bist kein Teil eines Klosters, Orden, Coven usw.
Da sehe ich den Willen - dominant.

So als Hexe usw. ist das nicht immer so. Und da kommen immer wieder Zeiten, wo anderes mehr im Vordergrund steht.

Mir wären für dich 2 Sachen wichtig.

Tägliche Entspannung - und wenn es nur 2 mal am Tag eine in Ruhe getrunkende Tasse Tee ist.
Oder morgens und Abends das bewusste Durch atmen am Fenster ist.

Und mindestens 1 mal die Woche, Spaziergang am Meer.

Gruss

Hekate
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Wo nur beginnen..?

#47

Beitrag von Peregrin » So 13. Aug 2017, 17:33

Hekate hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 17:10
Tägliche Entspannung - und wenn es nur 2 mal am Tag eine in Ruhe getrunkende Tasse Tee ist.
Na, wenns nur um Entspannung geht, dann sind die größten Meditierer wohl die Couchpotatos, die mehrere Stunden am Tag vor der Glotze chillen und wenn man sie später fragt, was sie denn geguckt haben, keine Antwort geben können, weil sie so weggespaced waren. :green:

Man sollte sich erst einmal bewusst sein, was genau man mit seiner Meditation - oder auch seine Trance, ich würde das unterscheiden - bezwecken will. Und dann nach der für richtigen Praxis für das angestrebte Ziel recherchieren.

Einfach nur irgendeine Entspannungspause in seinen Alltag einbauen, weil das was "hexisches" oder "magisches" ist, klingt nicht sonderlich zielführend.

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Re: Wo nur beginnen..?

#48

Beitrag von Luce » So 13. Aug 2017, 17:49

Peregrin hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 17:33

Na, wenns nur um Entspannung geht, dann sind die größten Meditierer wohl die Couchpotatos, die mehrere Stunden am Tag vor der Glotze chillen
Naja, zum Teil ist das so. Genau deshalb sind diejenigen, die das Fernsehprogramm "gestalten" auch überaus einflussreiche Menschen, da sie den direkten Zugang zum Unbewussten haben. Und sei es nur zu dem Zweck, die Masse zu sedieren.
Die Kunst ist nun also, den Alltag so gestalten zu lernen, dass den Input in der Trance nicht der Fernsehmacher, sondern ich selber gestalte. Und da finde ich die bewusste Tasse Tee (in Stille) durchaus zunächst sinnbringend. Das ist erst einmal weder Meditation noch Trance - aber der Weg dahin.
Es gibt so viele Menschen, die Stille / Ruhe / Untätigkeit nicht aushalten - es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn darunter nicht auch ein paar Hexchen wären. ;)

LG Luce
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Re: Wo nur beginnen..?

#49

Beitrag von Peregrin » So 13. Aug 2017, 17:59

Na, da liegt die Definition für's Hexchen sein aber verdammt niedrig, wenn man Leuten, die in der Lage sind ihre Smartphones mehr als eine Stunde wegzulegen schon magische Fähigkeiten zuschreibt, bei so viel Willenskraft. :green:

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Re: Wo nur beginnen..?

#50

Beitrag von Luce » So 13. Aug 2017, 18:10

Peregrin hat geschrieben:
So 13. Aug 2017, 17:59
Na, da liegt die Definition für's Hexchen sein aber verdammt niedrig, wenn man Leuten, die in der Lage sind ihre Smartphones mehr als eine Stunde wegzulegen schon magische Fähigkeiten zuschreibt, bei so viel Willenskraft. :green:
Langsam interessiert mich wirklich, was du den ganzen Tag so machst.
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