Lebendige Hexenküche

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Peregrin
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Re: Lebendige Hexenküche

#31

Beitrag von Peregrin » Sa 16. Sep 2017, 15:35

Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Das Produkt schmeckt ganz anders , nicht unbedingt schlecht, aber ebend auch anders. Ausserdem ist der Met trüb. Ich habe ihn trotzdem abgefüllt, mal sehen was draus wird. Met kann gerne 6 bis 18 Monate reifen.
So ablehnend ich Wildhefen eigentlich gegenüberstehe... die können ja auch mal was positives bewirken... Letztens bin ich auch den Blog von jemanden geraten, der generell nur Experimente mit Wildhefen macht. Der hat etwas von der Metherstellung geschrieben, dessen Wildhefen von den Holunderblüten stammen, mit denen er das ansetzt. Das klingt ja wiederum so interessent, dass ich das auch mal gerne probieren würde. Allerdings lieber mit Mädesüßblüten anstatt mit Holunderblüten.
Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Ich habe auch ein paar Gärtöpfe, die sind einfacher zu handhaben, weil die Beschwerungssteine genau passen.
Mit denen habe ich auch schon immer geliebäugelt, aber hatte nur welche gefunden, deren kleinste Maße 5 Liter waren. Das ist ein wenig zu viel für mich, da ich doch gerne verschiedene kleine Portionen möchte und nicht eine einzige große. Letztens habe ich dann endlich einen Anbieter gefunden, der an kleinen Gärtöpfen von 1 Liter bis 5 Liter alles hat! :luxhello:
Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Früher als ich noch mehr Zeit hatte, habe ich auch das Brot selber gebacken
Der Zeitaspekt ist immer so eine Sache. Manche Sachen machen ja Spaß, Routinesachen weniger. Ich fand Joghurtselbstmachen auch immer lästig mit den vielen Gläsern, die nicht einfach wie das restliche Geschirr abgespült werden konnten, sondern mit kochendem Wasser und blah. Jetzt habe ich einen Joghurtmaker, in den man das Tetrapack Milch einfach reinstellen kann. Das ist super simpel. Einfach den Rest der alten Packung in die neue Milchtüte gießen (selbstgemachter Joghurt ist ja immer etwas flüssiger) und anschalten. Nichts mehr mit auf dem Herd aufkochen, dabeistehen und mit Thermometer prüfen, dass es nicht zu heiß wird, alles in Gläser abfüllen, jede Menge Abwasch haben.
Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Das ist sehr spannend und ergibt tolle trinkbare Biere- wer nur das Zeug aus dem normalen Handel mag wird überrascht sein wir Bier schmecken kann.
Den Leuten ist eingetrichtern worden, dass das deutsche Reinheitsgebot dafür sorgt, dass das deutsche Bier das beste sei. Blödsinn! Es ist dadurch das langweiligste geworden! :heu:
Ich liebe ja Biere, die nach historischen Rezepten gebraut sind. Zum Beispiel:

http://www.williamsbrosbrew.com/beer/historic-ales Seetang-Bier - ich habe auch erst sehr sparsam geguckt, aber das schmeckt! (Die anderen Sorten übrigens auch)

http://www.brouwerijbrunn.be/bieren.php Von denen habe ich bisher nur das Wikingerbier mit dem schwarzen Label probiert. Die anderen sehen aber auch interessant aus.
Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Macht hier jemand Milchkefir? ist der dann fest wie Joghurt oder eher flüssig?
Mir schmeckt das nicht, aber meine Mutter macht das. Der ist zwar etwas dickflüssiger - und wesentlich streng riechender und strengschmeckender als das gleichnamige Produkt, dass man im Laden kaufen kann, aber immer noch flüssig.
Ich weiß allerdings nicht, ob man da mit herum experimentieren kann und einfach mehr Knolle auf einen Liter das alles dickflüssiger bekommt.

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Stadteule
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Re: Lebendige Hexenküche

#32

Beitrag von Stadteule » Sa 16. Sep 2017, 18:58

Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Macht hier jemand Milchkefir? ist der dann fest wie Joghurt oder eher flüssig?
Eher flüssig. Wenn man ihn einfach nur abschüttet, ist er zielich flüssig mit leichten Bröckchen und wenn man ihn vor dem Abgießen umrührt, bekommt er eine gleichmäßig sahnige Konsistenz.

Allerdings kann ich die Erfahrung nicht teilen, dass eigener Kefir weniger mild ist, als der aus dem Kühlregal. Vor allem, wenn sich die Knollen schon auf die Milch "eingestellt" haben, ist er recht mild, finde ich. Wenn man ganz frische Knollen hat, bzw. Knollen in einer neuen Milchsorte ansetzt, kann er noch ziemlich sauer sein - das gibt sich aber nach ein paar Ansätzen. Nur wenn man die Knollen zu lange drin lässt, wird er streng, finde ich.

Salvia hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 10:48
Dieses Jahr ist mir in ein Gärbehälter mit Met irgendeine Fremdhefe gekommen. Das Produkt schmeckt ganz anders , nicht unbedingt schlecht, aber ebend auch anders. Ausserdem ist der Met trüb. Ich habe ihn trotzdem abgefüllt, mal sehen was draus wird.
Das erinnert mich an einen Met, der mir mal sherrisiert ist. Der Geschmack war zunächst irgendwie irritierend, aber trotzdem auch irgendwie gut - halt wie Metsherry.

abendhirsch hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 14:28
Ich gedenke mal eine Schüssel Viili mit zum Forumstreffen mitzubringen ... und ein paar Gläschen selbstgemachte Marmelade zum eventuellen Verfeinern.
Ich bin gespannt! :luxhello:

Peregrin hat geschrieben:
Sa 16. Sep 2017, 15:35
Ich fand Joghurtselbstmachen auch immer lästig mit den vielen Gläsern, die nicht einfach wie das restliche Geschirr abgespült werden konnten, sondern mit kochendem Wasser und blah.
In meiner Familie hat fast jeder so einen Joghurtbereiter, bei dem ein 1L-Becherglas im Wasserbad in einem Isolierbehälter steht. Das Ding funktioniert unelektrisch, man füllt einfach die abgekochte Milch in das Glas, schließt das Glas mit dem Deckel, an dem so ein Stiel mit Rillen ist (wie diese Honiglöffel), den man in eine aktive Joghurtkultur getaucht hat und stellt es ins Wasserbad. Behälter zu, bis zum nächsten Tag stehen lassen, fertig. Bechergläser sind simpel zu spülen. Imo ist der einzige Vorteil dieser Gläschen-Dinger, dass man hinterher nicht die ganze Menge in einem großen Behälter hat, sondern gleich portioniert.
Ich habe irgendwann mal einen Quarkbereiter geschenkt bekommen, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert - simpel und gut.


LG, Stadteule
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft und Eigenschaft, wäre kein Meister über die Geister. (J.W.v.Goethe)

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Re: Lebendige Hexenküche

#33

Beitrag von Peregrin » Fr 22. Sep 2017, 14:53

Da ja die kältere Jahreszeit wieder eingezogen ist, wollte ich mal fragen, ob von euch jemand Erfahrungen mit (selbtgebauten) Gärboxen oder ähnlichen künstlichen Wärmequellen hat, die die Gärung oder Fermentation in Gang halten sollen.

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Re: Lebendige Hexenküche

#34

Beitrag von Hekate » Fr 22. Sep 2017, 18:43

Da häng ich mich nun doch dran.

Ich kenn nur die alten Kochkisten.

Da ist aber der Kochtopf + Inhalt selbst heiss.

Das kann es selbst nicht sein.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Lebendige Hexenküche

#35

Beitrag von Peregrin » Fr 22. Sep 2017, 19:29

Kochkisten sind zwar an sich eine gute Idee, eignen sich aber nicht unbedingt als Gärboxen, da diese die Temperatur - je nachdem was du machst - länger halten sollten, als eine Kochkiste es kann. (Für Joghurt wäre das okay.) Vor allem muss die Temperatur je nachdem was du da drin hast, auch relativ konstant bleiben.

Anderseits kann man eine Gärbox aber als Kochkiste benutzen. Wenn diese allerdings per Strom betrieben wird, ist das ja nicht mehr wirklich im Sinne des Erfinders.

Leider ist es in Zeiten von Automobilen für den Alchemisten und Brauer echt schwer geworden, seine Gärungsprozesse traditionell mit frischem Pferdemist am Laufen zu halten. ;)

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Re: Lebendige Hexenküche

#36

Beitrag von Hekate » Fr 22. Sep 2017, 21:18

Ich habe Tante Google etwas genervt.

Für mich würde sich eine Gärkiste/schränkchen nicht lohnen.

Dafür brauch ich die Sachen zu wenig.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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Re: Lebendige Hexenküche

#37

Beitrag von Etain » Sa 23. Sep 2017, 14:50

Ich habe mexikanische Kefirbakterien bekommen. Keine Ahnung ob das die Normalen sind. Der Kefir wird jedenfalls wie der Gekaufte und tendenziell fester. Hat bisher einen deutlichen Kuhgeschmack, experimentiere aber erst seit kurzem damit. Wenn ich was zum Treffen mitbringen soll, bitte sagen. Angeblich ist dieser Kefir dann laktosefrei...
(Soviel in aller Kürze weil auf Handy)

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Re: Lebendige Hexenküche

#38

Beitrag von Peregrin » Sa 23. Sep 2017, 14:55

Oh, ich kenne unter der Bezeichnung "mexikanischer Kefir" eigentlich nur Wasserkefir, da der ja auf (mexikanischen) Kakteen entstanden sein soll.

So weit ich weiß, ist aller selbst hergestellter Milchkefir nach einer gewissen Zeit laktosefrei, da der Kefirpilz den Milchzucker verstoffwechselt.

Ich bin ja echt in der Versuchung, mir noch mal so eine Knolle zuzulegen, obwohl ich den Geschmack nach meinen bisherigen Erfahrungen immer gruselig fand. Aber erstens wächst der im Winter besser als Kombucha und zweitens habe ich noch nie probiert, den mit pflanzlicher "Milch" zu machen. Es soll ja sogar mit Kokosmilch gehen. Vielleicht schmeckt das nicht ganz so schrecklich.

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Re: Lebendige Hexenküche

#39

Beitrag von abendhirsch » Sa 23. Sep 2017, 21:28

Etain hat geschrieben:
Sa 23. Sep 2017, 14:50
Ich habe mexikanische Kefirbakterien bekommen. ... Wenn ich was zum Treffen mitbringen soll, bitte sagen.
Sehr gerne!
)O( Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unsere Wissenschaftler uns erklären können.

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Re: Lebendige Hexenküche

#40

Beitrag von Hekate » So 24. Sep 2017, 21:48

Hekate hat geschrieben:
Fr 22. Sep 2017, 21:18
Ich habe Tante Google etwas genervt.

Für mich würde sich eine Gärkiste/schränkchen nicht lohnen.

Dafür brauch ich die Sachen zu wenig.
Wobei meine Menge eigentlich in der Kochliste gehen sollte.

Mit Warmekissen.
Das alles sind meine,
persönlichen Einstellungen, Einsichten und Meinungen.
Niemand braucht mir da zu zustimmen.
Ich, sehe es so und meine es so.
Und das ist schon alles.

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