Synergetik (Psychobionik)

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Salix-Alba
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Synergetik (Psychobionik)

#1

Beitrag von Salix-Alba » Mo 7. Aug 2017, 21:34

Guten Abend an alle!

Da ich das Thema "Synergetik" in einem anderen Thread schon einmal angeschnitten hatte, kommt hier auf Nachfrage der entsprechende Thread dazu. ;)

Ich als "Behandelte" würde Synergetik einfach mal so beschreiben:
Das Ziel von Synergetik ist, dass man Menschen bei der aktiven Selbstheilung unterstützt und dazu anleitet.
Krankmachende Muster und Prägungen sollen durch "Innenweltreisen" aufgedeckt und zur Neustrukturierung angeregt werden.
Es handelt sich hier um die Aufdeckung von Ursachen psychischer Leiden, oder einfach auch die Bearbeitung von Schicksalsschlägen usw.. Dies kann aber auch Effekte im körperlichen Bereich nach sich ziehen. Krankheiten können durch entsprechende Besserung im psychischen Bereich natürlich auch positiv beeinflusst werden. Synergetik ist aber keine medizinisch anerkannte Heilmethode. Das heißt: wer für sich erwägt, sich einer solchen Behandlung zu unterziehen, muss die Kosten hierfür selbst tragen. Die Krankenkassen erkennen dies nicht an.

Synergetik soll aufzeigen, wie alles in uns zusammenwirkt. Zum Beispiel gibt es vermeintlich "kleinere Auslöser" für ein bestimmtes Muster in unserem Leben, oder als Grund für ein psychisches Leiden. Ich dachte auch, meine Probleme kommen von den "großen" Sachen: Scheidung, Todesfälle, Krankheiten etc.
Mein Auslöser für bestimmte Muster, die ich mit mir herumschleppte, war zB. eine Situation die ich als 7-Jährige erlebt habe - dieser Situation hatte ich bislang keine große Aufmerksamkeit geschenkt, da sie zwischen anderen "überlagenderen" Erlebnissen schlicht untergegangen war.

Die "Behandlung" war bei mir wie folgt:
Ich wurde mit Entspannungsmusik und Atemtechniken in einen Entspannungszustand versetzt (da arbeitet wahrscheinlich jeder "Behandler" etwas anders).
Dann sollte ich imaginäre Treppen hinuntergehen und einen Raum visualisieren. Der Raum sollte so beschrieben werden, wie er ohne Nachzudenken in meiner Vorstellung auftauchte, mit allen möglichen Details (Möbel im Raum, Beleuchtung, eventuell andere Personen oder Gegenstände etc.).
Ich wurde nun zu allen Dingen befragt, was sie für eine Bedeutung für mich haben, welche Gefühle mich dabei beschleichen etc. Dies war recht erschöpfend, weil jede Antwort hinterfragt wurde, um zum "Kern" der Sache zu gelangen.
Bei manchen Dingen fragte mich meine Therapeutin dann, wie man da helfen könnte, bzw. was man meiner Meinung nach verbessern könnte.
Dieses ständige Hinterfragen dieser Dinge in meinem Raum hat mich -zugegebenermaßen- etwas genervt :green: weil ich immer noch mal "dahinter" schauen musste und ich hab das als anstrengend empfunden. So sollen unsere negativen Strukturen, in denen diese Dinge verankert sind, mit einem neuen Blick aufs Positive aufgehoben werden. Ein neuer Prozess soll damit angestoßen werden, damit sich das alles neu "sortiert".
Bis man irgendwann an einen Punkt kommt, an dem alles irgendwie zusammenläuft (das merkt man dann während der Therapie). Diese prägende(n) Negativ-Situation(en) soll dann aufgelöst werden, damit sie sich neu strukturieren kann.
Klingt erst einmal komisch, und für mich war es auch sehr befremdlich. Man sollte die Situation zB durch visualisiertes Verbrennen auflösen. Da ich Gewalt und solche Sachen nicht gut finde, tat ich mich erst schwer damit, habe es dann aber zugelassen, dies zu visualisieren.

Danach wusste ich wenigstens, was mein "Trigger" für manche Verhaltensweisen und Muster war, und konnte wiederkehrende Muster (Vertrauensmissbrauch, Angst vor Enttäuschungen etc.) entlarven und auflösen.
Bin aber sicherlich noch nicht "durch" mit dem Thema. Die letzte Therapiestunde ist jetzt 2 Jahre her, und mein Leben hat sich -so finde ich- mittlerweile zum Besseren gewendet. Ich hatte den Mut, aus einer lähmenden Ehe mit einem betrügenden Ehemann auszubrechen. Natürlich war diese Zeit hart. Aber heute frage ich mich nur, warum bin ich nicht früher gegangen... Mir geht es jetzt wieder gut. Jetzt kann ich "ich selbst" sein.

"Break the circle" - so denke ich, ist mir am Meisten mit Synergetik geholfen worden.

Hier ist noch ein Link, wo man mehr zur Synergetik erfahren kann:

http://synergetik-therapie.net/

Falls Fragen zum Thema auftauchen, schreibt mir gerne eine PN oder antwortet hier im Thread.

Ich hoffe, ich konnte euch das Thema verständlich machen.
So tief drin in der Materie bin ich momentan nicht.

Liebe Grüße :hex: :liebegrüße:
.. and into the forest i go, to lose my mind and find my soul.

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Luce
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Re: Synergetik (Psychobionik)

#2

Beitrag von Luce » Mo 7. Aug 2017, 21:44

Vielen Dank für deine Beschreibung! :liebegrüße:
Jetzt, wo ich es lese, weiß ich, dass ich mit Hilfe eines Buches (vermutlich) auch schon einmal auf diese synergetische Art gearbeitet habe. Leider fällt mir der Titel nicht ein - ich denke aber nach und werde ihn hier nachliefern.

Liebe Grüße,
Luce
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woodfaery
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Re: Synergetik (Psychobionik)

#3

Beitrag von woodfaery » Mo 7. Aug 2017, 22:04

Danke, das hört sich sehr spannend an! Muss ich mir unbedingt näher anschauen. *den Link verfolgt* :kaffee:
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— The Doctor, Season 5, Episode 13

"Saor Alba gu bràth!"

Über das Gärtnern mit Katzen und das Leben in einem alten Bauernhaus:https://hossenhof.wordpress.com/

Salix-Alba
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Re: Synergetik (Psychobionik)

#4

Beitrag von Salix-Alba » Mo 7. Aug 2017, 22:24

Ps, der Link soll keine Werbung für irgendeine Praxis sein... finde dort ist es gut erklärt.
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